Entschlacken

11 November, 2016

Entschlacken  


Die Entschlackung ist Teil der alternativen Medizin und behauptet, den Körper von verschiedenen Giften befreien zu können. Daher wird es häufig auch als Entgiften bezeichnet. Bei den Giften handelt es sich um eine Ansammlung verschiedener Substanzen, die negativ auf unsere Gesundheit wirken.

 

Wenn einige Organe wie Nieren, Darm und Leber nicht richtig funktionieren, können sich im Körper Giftstoffe ansammeln und schädlich wirken. Eine Entschlackungskur soll helfen, diese Giftstoffe wieder auszuscheiden.

 

Um den Körper zu entgiften, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die bekanntesten sind Diäten, Fasten oder nur ganz bestimmte Lebensmittel zu konsumieren bzw. bestimmte Lebensmittel zu vermeiden. Solche Lebensmittel können Fette, Obst, Gemüse, Kohlenhydrate, Säfte, Kräuter oder Wasser sein.

 

Entstehungsgeschichte

Das Entschlacken hat seinen Ursprung vermutlich in der hinduistischen Ayurveda. Dort trägt es die Bezeichnung „Panchakarma“. Bei uns im Westen kam das Entschlacken erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge der Industrialisierung an. Damals nutze man den Begriff Entschlacken für das Reinigen von Feuer kesseln alter Dampflokomotiven. Der deutsche Arzt Otto Buchinger entwickelte eine Fastenmethode und führte den Begriff Entschlacken zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den öffentlichen Sprachgebrauch ein. 

In der Vergangenheit gab es von Wissenschaftlern und Gesundheitsorganisationen immer wieder Kritik aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit. Zudem würden die Gifte nicht eindeutig definiert werden.

 




Marko Krsmanovic
Marko Krsmanovic

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